FAQ

  • Hämatokrit

    Anteil der festen Teilchen am Gesamtblut, ausgedrückt in Prozent. Da die festen Teilchen zu einem sehr großen Teil rote Blutkörperchen sind, setzt man den Hämatokrit oft einfach mit dem Volumenanteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen gleich. Von Ausdauersportlerinnen und Sportlern wird im Hochleistungssport teilweise das verbotene Erythropoetin (EPO) eingesetzt, welches zu einer erhöhten Bildung von roten Blutzellen führt. Da die roten Blutzellen für den Sauerstofftransport zuständig sind, erhofft man sich durch eine erhöhte Anzahl an diesen Sauerstoffträgern eine verbesserte aerobe Leistungsfähigkeit. Die erhöhte Anzahl an roten Blutzellen wird durch einen erhöhten Hämatokrit – Wert angezeigt und ist damit indirekter Nachweis für ein EPO- Doping. Das gesundheitliche Risiko besteht darin, dass mit erhöhter Zellzahl die Fliesseigenschaften des Blutes—was natürlich auch nicht leistungsfördernd ist—verschlechtert werden. Gerade in Ruhe kann es dann zu spontanen Gefäßverschlüssen kommen, noch begünstigt durch die sehr geringe Herzfrequenz von hochausdauertrainierten Athletinnen und Athleten.
  • Hämoglobin

    Roter Blutfarbstoff, der für den Transport des Sauerstoffes aus der Lunge in den Körper zuständig ist.
  • HDL- Cholesterin

    Spezielle Transportform des wasserunlöslichen Cholesterins (siehe dort) im Blut; zuständig für den Cholesterinrücktransport und die Entsorgung der Peripherie von freiem Cholesterin. Ein niedriger HDL- Cholesterinwert (unter 40 mg/dl) gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt. Durch ein regelmäßiges Ausdauertraining lässt sich der HDL- Cholesterinspiegel erhöhen.
  • Hypertonie

    Genauer arterielle Hypertonie, ist die Bezeichnung für einen erhöhten Blutdruck. Die Grenzwerte sind alters- und geschlechtsabhängig. Ein zu hoher Blutdruck schädigt die Blutgefäße, diese verlieren an Elastizität, sodass das Herz mit höherer Arbeit gegen diesen peripher erhöhten Druck ankämpfen muss. Können die Gefäße dem druck nicht mehr standhalten, kann es beispielsweise zu einer Hirnblutung kommen.
  • Hyperventilation

    Übersteigerte Atmung (Ventilation) durch Zunahme von Atemtiefe und Atemfrequenz. Die Sauerstoffsättigung steigt und zudem wird mehr Calcium freigesetzt. Dies kann jedoch zu dem unangenehmen bis gefährlichen Zustand der Hyperventilationstetanie kommen, bei dem die Betroffenen krampfähnliche Zustände zunächst an Händen und Füßen (Pfötchenstellung) bekommen und zudem meist in einen panikartigen Zustand verfallen. In einem solchen Fall hilft es der oder dem betroffenen eine Plastiktüte überzustülpen, damit keine frische Luft, sondern nur noch verbrauchte, Kohlendioxidangereicherte Luft, eingeatmet wird.
  • Hypotonie

    Zu niedriger Blutdruck, der Folge eines starken Flüssigkeitsverlustes oder einer Blutung, oder auch genetisch- konstitutionell bedingt sein kann, vorkommend insbesondere bei schlanken, sportlichen Frauen.